Zürich - Entgegen der Forderung von Experten wie Franz Beckenbauer oder Bundestrainer Joachim Löw wird es keine schnelle Änderung der sogenannten Dreifachbestrafung bei Notbremsen im Strafraum geben.

Die Regelhüter des internationalen Fußballs werden bei ihrem Jahresmeeting im März das Thema nicht abschließend beraten. "Das Problem ist schon lange auf der Agenda, aber wir haben noch keine bessere Lösung als die existierende gefunden", sagte der Generalsekretär des walisischen Fußball-Verbandes, Jonathan Ford, in Zürich.

Derzeit sehen Spieler nach einer Notbremse im Strafraum die Rote Karte, zudem gibt es einen Strafstoß sowie eine Mindestsperre von einem Spiel für den Sünder. Diese Praxis war zuletzt immer wieder kritisiert worden. Laut Ford wird das Thema an die beiden neu gegründeten Beratungsgremien des International Football Association Board IFAB zur Diskussion delegiert werden. Mit einer Entscheidung wäre somit frühestens 2015 zu rechnen.

Das IFAB hatte sich am Montag am Sitz der FIFA formal neu konstituiert. Im Zuge der Reformen des Weltverbandes ist es nun ein unabhängiges Gremium inklusive zwei Expertenkammern. Entscheidungen über die Fußball-Regeln werden aber weiterhin nur von den Mitgliedern getroffen. Diese sind die vier britischen Fußball-Verbände mit je einer und die FIFA mit vier Stimmen. Zur Änderung der Regeln bedarf es sechs Stimmen, womit die FIFA alle Initiativen stoppen kann.