Aachen - Der Fußball-Taditionsclub Alemannia Aachen ist nach Zustimmung der Gläubiger zum Insolvenzplan finanziell gerettet. Das zuständige Gericht könne in Kürze das Insolvenzverfahren aufheben, teilten der Club und der Insolvenzverwalter mit.

Möglich werde das durch den erklärten Verzicht der Gläubiger auf einen Großteil der Forderungen von 69 Millionen Euro. Der Regionalligist gelte damit als entschuldet und saniert. Laut Insolvenzplan werde den Gläubigern zwischen ein und 25 Prozent ihrer Ansprüche ausgezahlt.

Von finanziellen Altlasten befreit und mit dem Tivoli als Spielstätte habe die Alemannia gute Voraussetzungen für sportlich höhere Ziele, stellte Insolvenzverwalter Rolf-Dieter Mönning laut Mitteilung von Dienstag fest: "Voraussetzung aber muss sein, dass hier künftig seriös und wirtschaftlich realistisch gearbeitet wird."

Hauptauslöser für die Finanzmisere war das im Sommer 2009 eröffnete 50 Millionen teure Tivoli-Stadion. Hohe Rückzahlungen hatten dem Club zu schaffen gemacht. Nach einer Umschuldung hatten externe Prüfer weitere Finanzlöcher entdeckt.