Dortmund - Aus Sicherheitsgründen hat Borussia Dortmund bei der Deutschen Fußball Liga (DFL) die Vorverlegung des Revierderbys am 25. März gegen den FC Schalke 04 beantragt.

Die Fans sollten im Hellen in das Stadion gehen, teilte der Fußball-Bundesligist mit. So könnten die Fangruppen von den Ordnungs- und Sicherheitskräften besser kontrolliert werden.

Der Anstoß des Dienstagabend-Spiels ist bislang für 20.00 Uhr vorgesehen. Im Gespräch ist eine Verlegung auf 18.00 Uhr. Darüber hinaus will der BVB bei dieser Partie die Gesamt-Zuschauerkapazität reduzieren. Damit sollen "Sicherheitspuffer" zwischen den Fan-Gruppen im Signal Iduna Park geschaffen werden.

Einen Tag nach den Gelsenkirchenern äußerten sich auch der BVB und die Dortmunder Polizei zu Überlegungen, das kommende Nachbarduell ganz ohne Gäste-Fans stattfinden zu lassen. Der Vorschlag war zunächst aus Schalke gekommen, von den Königsblauen aber später wieder verworfen worden. So wird die Partie "trotz massiver Ausschreitungen während der vergangenen beiden Aufeinandertreffen auch für Gäste-Fans zugänglich sein", bestätigte die Borussia in ihrer Stellungnahme.

Sowohl der BVB als auch die Dortmunder Polizei hätten den Vorschlag unterstützt, in den nächsten beiden Derbys in Dortmund und auf Schalke keine Gäste-Fans zuzulassen. Angedacht war, das Gästekartenkontingent anschließend schrittweise wieder zu vergrößern, sofern Ausschreitungen ausgeblieben und die Spiele in friedlichem Umfeld abgelaufen wären. Letztlich habe man aber keinen Konsens gefunden, hieß es dazu aus Dortmund.

Auch die Polizei in Dortmund zeigte sich enttäuscht über die Schalker Entscheidung, den Anhängern beider Lager noch eine Bewährungschance einzuräumen. "Wir hätten uns gefreut, wenn sich die Vereine entschlossen hätten, auf Gäste-Fans zu verzichten oder das Kontingent zu reduzieren", sagte Polizeisprecherin Cornelia Weigand.

In den Gesprächen zwischen Polizei und Vereinsvertretern, darunter den Sicherheitsbeauftragten beider Clubs, sei am Dienstag über Sicherheitsfragen geredet worden, allerdings nicht über Gästekarten-Kontingente, betonte Weigand. Die Gelsenkirchener Polizei wollte die Entscheidung nicht kommentieren.