Paris - Nach seiner schweren Knieverletzung hat Kolumbiens Stürmerstar Radamel Falcao die Fußball-WM 2014 in Brasilien noch nicht völlig abgeschrieben.

"Meine Traurigkeit ist enorm, mein Herz ist zerstört, aber meine Hoffnung, an der ich mich festhalte, ist noch so groß wie ein Senfkorn", schrieb der Profi von AS Monaco in der Nacht zum Freitag auf Twitter. Gott könne "das Unwahrscheinliche möglich machen". "Ihm vertraue ich!!!", fügte der 27-Jährige an.

Falcao, der wegen seiner Kreuzband-Verletzung am linken Knie operiert werden muss, bekam unterdessen auch moralische Unterstützung vom Präsidenten seines Landes, Juan Manuel Santos. Er habe dem Spieler zugesichert, dass alle 48 Millionen Kolumbianer ihm die Daumen drücken, sagte Santos am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos. Außerdem habe er Falcao aufgefordert, optimistisch zu sein, "da bei jeder Erholung von einer Verletzung der mentale Faktor sehr wichtig" sei.

Der Ex-Profi von River Plate, Porto und Atlético Madrid, im Sommer für die Ligue-1-Rekordsumme von 60 Millionen Euro nach Monaco gewechselt, hatte sich am Mittwoch in Lyon beim 3:0-Pokalsieg über FC Chasselay verletzt. Der portugiesische Vertrauensarzt des Spielers, José Noronha, bei dem sich Falcao in Porto untersuchen ließ, sagte, der Kolumbianer müsse mit einer Pause von sechs Monaten rechnen.

Mit seinen neun Toren in der Südamerika-Gruppe hatte Falcao einen entscheidenden Anteil an der ersten Qualifikation Kolumbiens für eine WM-Endrunde seit 16 Jahren. Die "Cafeteros" geben die Hoffnung derweil nicht auf. "Er ist kräftig, er wird es schaffen, alle in Erstaunen versetzen und in Brasilien dabei sein", meinte Nationalelf-Verteidiger Aldo Ramírez vom mexikanischen Club Monarcas Morelia.