Santander - Die Fußballer des spanischen Drittligisten Racing Santander haben ihre Drohung wahr gemacht und das Heimspiel im Pokal-Viertelfinale boykottiert.

Als die Profis nach knapp zwei Minuten nicht mehr weiterspielten, brach der Schiedsrichter die Partie gegen Real Sociedad San Sebastian ab. Die Spieler und der Trainerstab von Racing Santander hatten den Vereinspräsidenten Angel Lavín und den gesamten Vorstand zuvor ultimativ zum Rücktritt aufgefordert. Die Profis begründeten ihre Entscheidung damit, dass der Verein ihnen seit mehreren Monaten keine Gehälter gezahlt habe.

Die abgebrochene Partie wurde mit 3:0 für die Gäste aus dem Baskenland gewertet. Real Sociedad hatte bereits das Hinspiel mit 3:1 gewonnen und trifft nun im Halbfinale auf den FC Barcelona. Im zweiten Halbfinale kommt es zum Lokalderby zwischen Real Madrid und Atletico Madrid.

Santander, das Team aus der Hafenstadt in Nordspanien, hatte zuvor die Erstligisten FC Sevilla und UD Almería ausgeschaltet. Die Mannschaft spielte bis vor zwei Jahren noch in der Primera División; nach zwei Abstiegen kickt Racing derzeit in der 3. Liga.