Nizza - UEFA-Präsident Michel Platini hat sich als weiterer Fußball-Prominenter vehement für eine Aufhebung der sogenannten Dreifachbestrafung ausgesprochen und die bestehende Regel als "dumm" bezeichnet.

"Es wäre sehr schön von der FIFA, wenn sie die Stimme der Fußball-Welt hören würde. Die dreifache Bestrafung ist zu viel", sagte der Franzose in Nizza. Platini reihte sich damit in die lange Liste der Kritiker ein.

Zuletzt hatten auch Bayern-Präsident Uli Hoeneß und Torwart Manuel Neuer die bestehende Auslegung mit Roter Karte, Elfmeter und Sperre für einen Torwart bei einer Notbremse im Strafraum moniert, obwohl sie im Champions-League-Achtelfinale beim FC Arsenal (2:0) durch den Platzverweis für Londons Torwart Wojciech Szczesny davon profitiert hatten. Auch Bundestrainer Joachim Löw und Franz Beckenbauer haben sich schon mehrfach für eine Modifizierung ausgesprochen.

Platini wies darauf hin, dass die UEFA schon einen Ersatzvorschlag für die Regel beim Weltverband FIFA und dem zuständigen Regelgremium International Football Association Board IFAB eingereicht habe. Bei der nächsten jährlichen IFAB-Sitzung am 1. März in Zürich steht das Thema allerdings nicht auf der Tagesordnung. Eine schnelle Änderung ist damit ausgeschlossen. Möglich ist, dass das neue Beratergremium des IFAB beauftragt wird, nach einer Lösung zu suchen.