München - Nach Angaben einer Rosenheimer Steuerfahnderin hat der wegen Steuerhinterziehung angeklagte Uli Hoeneß eine vor über einem Jahr erstellte Datei zu seinem Konto erst jetzt vorgelegt.

Vor rund einer Woche habe Hoeneß\' Verteidigung den Behörden einen USB-Stick mit Informationen über sein Schweizer Konto zukommen lassen. Die "Grunddateien" der pdf-Dokumente seien aber schon am 18. Januar 2013, einen Tag nach der Selbstanzeige des Bayern-Präsidenten, erstellt worden, wie die Steuerfahnderin vor dem Landgericht München sagte. Das habe die EDV-Abteilung der Finanzbehörde festgestellt.

Die Verteidigung betonte, die Datei sei nach und nach vervollständigt und erst kurz vor Prozessbeginn fertiggestellt worden. Nach Angaben der Steuerfahnderin gaben die Behörden Hoeneß und seinen Beratern die Gelegenheit, die Selbstanzeige nachzubessern. Erst danach leiteten sie ein Ermittlungsverfahren ein und durchsuchten das Anwesen von Hoeneß am Tegernsee.

Für den 12. März ist noch ein zusätzlicher Zeuge geladen. Es handelt sich um einen Betriebsprüfer, der Hoeneß, weil dieser Einkommensmillionär ist, regelmäßig überprüft.