Hamburg - Rafael van der Vaart hat wieder etwas mehr Planungssicherheit. Fußball-Bundesligist Hamburger SV gab bekannt, dass der Niederländer Mannschaftskapitän bleibt - ein ziemlich sicheres Zeichen dafür, dass van der Vaart den HSV nicht verlässt.

Zuletzt gab es Spekulationen darum, dass Trainer Mirko Slomka den 31-jährigen Nationalspieler aus dem Kader streichen würde nach seinen schwachen Leistungen in der Vorsaison, in der der HSV erst in der Relegation den ersten Abstieg der Vereinsgeschichte verhindert hatte. Da van der Vaarts Vertrag 2015 ausläuft, hätte der HSV nur noch in diesem Jahr eine Ablöse erzielen können.

Stellvertreter des Niederländers wird der Schweizer Nationalspieler Johan Djourou. Der Abwehrspieler war ebenfalls Kandidat für den Kapitänsposten. Der "Bild"-Zeitung hatte er erklärt: "Es wäre eine große Ehre, Kapitän dieses tollen Vereins zu sein. Sollte mich der Trainer fragen, würde ich das machen." Beide sitzen zudem im Mannschaftsrat, weitere Mitglieder sind die beiden Torhüter René Adler und Jaroslav Drobny sowie Nationalspieler Marcell Jansen.

Van der Vaart hatte sich zuletzt selbstkritisch geäußert. Er sei mit sich "brutal ehrlich ins Gericht gegangen", sagte er der "Bild", und dabei zu dem Ergebnis gekommen, dass er "einfach nicht gut" war und auch seine Fans enttäuscht hat. "Ich habe viel gutzumachen", sagte er angesichts des knappen Ligaverbleibs und der Trennung von seiner Frau. Er wolle nach einer bisher gut verlaufenen Vorbereitung ohne Verletzung noch einmal sein wahres Können zeigen.

Den vorletzten Test der Vorbereitung hat der HSV mit 0:2 (0:1) gegen den italienischen Erstligisten Lazio Rom verloren. Bei dem Spiel zog sich Abwehrspieler Gojko Kacar einen Innenband-Anriss im rechten Knie zu und wird voraussichtlich vier bis sechs Wochen ausfallen, meldete der Verein per Twitter.