Berlin - Auch DFB-Präsident Wolfgang Niersbach hat sich für die Veröffentlichung der Untersuchungsberichte zu den Korruptionsvorwürfen bei den WM-Vergaben 2018 und 2022 ausgesprochen.

"Aus Sicht des DFB wünschen wir uns nichts mehr als eine zügige Aufklärung und Abwicklung, damit endlich die ganzen Spekulationen und Mutmaßungen beendet werden", sagte der Chef des Deutschen Fußball-Bundes der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" und betonte: "Ich gehe fest davon aus, dass diese Entscheidungen über die Ethikkommission anschließend öffentlich gemacht werden."

Zuvor hatte bereits FIFA-Chefermittler Michael Garcia dafür plädiert, seinen Report zu möglichen Unstimmigkeiten bei der Wahl der WM-Gastgeber 2018 (Russland) und 2022 (Katar) zu veröffentlichen. Auch mehrere Mitglieder im Exekutivkomitee des Fußball-Weltverbandes wie Ali Bin Al Hussein (Jordanien), Jim Boyce (Nordirland) oder Jeffrey Webb (Cayman Inseln) fordern ein Öffnen der Akten.

Vor knapp drei Wochen hatte Garcia das 350-seitige Dokument der Untersuchungskammer der FIFA-Ethikkommission an die rechtsprechende Kammer übergeben. Diese Kammer mit dem Vorsitzenden Hans-Joachim Eckert muss über die Erkenntnisse, eine mögliche Veröffentlichung und eventuelle Konsequenzen entscheiden.