Berlin - Zwei Spieltage vor dem Saisonende nimmt der Nervenkitzel im Abstiegskampf immer mehr zu. Sechs Vereine müssen noch bangen. Zwischen Platz 18 und 13 liegen nur vier Punkte. Im Mittelpunkt steht das brisante Duell des VfB Stuttgart gegen den Hamburger SV.

Spannend ist aber auch noch das Rennen um die Europa-League-Plätze. Den Fünften FC Augsburg und den Sechsten FC Schalke 04 trennt nur ein Punkt.

VfB Stuttgart - Hamburger SV (15.30 Uhr)


Wenn alles schief läuft, könnte der VfB Stuttgart am 33. Spieltag als erster Absteiger feststehen. Eine Niederlage dürfen sich die Schwaben gegen den HSV nicht erlauben. Für die Hanseaten gilt jedoch dasselbe. Die kritische Konstellation zerrt an den Nerven der Beteiligten. "Das ist Abstiegskampf! Ihr seid Affen, das seid ihr! Hört doch auf, hört doch auf!", schrie Trainer Huub Stevens seine Profis im Training am Donnerstag an. HSV-Coach Bruno Labbadia bekannte: "Mehr Brisanz ist nicht möglich." Seine Rückkehr zum VfB, den er einst selbst vor dem Abstieg bewahrte, birgt zudem eine reizvolle Note.

SC Freiburg - FC Bayern München (15.30 Uhr)


Die Freiburger glauben im Kampf um die Bundesliga-Existenz an einen überraschenden Erfolg gegen den feststehenden deutschen Meister Bayer München. Dabei müsse sein Team "an die Leistungsgrenze gehen", forderte SC-Trainer Christian Streich. Die Bayern sind seit 25 Partien gegen die Breisgauer unbesiegt. Zudem möchten sich die Münchner nicht vorwerfen lassen, nur mit halber Kraft gespielt zu haben. "Wir sind immer seriös, wir wollen gewinnen, wir wollen so gut wie möglich spielen", kündigte Guardiola einen ernsthaften Münchner Auftritt an.

FC Schalke 04 - SC Paderborn (15.30 Uhr)


Auf Schalke ist die Stimmung nach der Suspendierung dreier Spieler schlecht wie lange nicht. Das teure Ensemble braucht dringend drei Punkte gegen Paderborn, um die Europa League nicht weiter zu gefährden. Revier-Rivale Dortmund liegt nur zwei Punkte hinter dem Sechsten aus Gelsenkirchen. "Einstellung und Leistung werden gut sein gegen Paderborn", verspricht Trainer Roberto di Matteo. Der Vorletzte aus Ostwestfalen ist allerdings laut Trainer André Breitenreiter fest entschlossen: "Für uns soll es nicht das letzte Auswärtsspiel in der Bundesliga werden."

FC Augsburg - Hannover 96 (15.30 Uhr)


Traum von Europa gegen Abstiegs-Angst: Augsburg strebt mit Macht der ersten Europa-League-Teilnahme entgegen. Der Sieg beim FC Bayern hat das Selbstvertrauen der bayrischen Schwaben nicht schrumpfen lassen. Lassen sie gegen 96 den nächsten Dreier folgen, ist zumindest die Europa-League-Qualifikation gesichert. Hannover ist als 16. um die bestmögliche Ausgangslage vor dem Saisonfinale bemüht. "Es gilt, eine gute Voraussetzung für das Heimspiel gegen Freiburg zu schaffen", sagte Trainer Michael Frontzeck.

Hertha BSC - Eintracht Frankfurt (15.30 Uhr)


Nach drei Niederlagen am Stück gegen die Top-Teams München, Mönchengladbach und Dortmund hat bei der Hertha wieder das Zittern begonnen. Gegen die Eintracht soll nun endlich der nötige Sieg zum Klassenerhalt gelingen. "Die Mannschaft ist gut drauf und bereit. Es ist eine Riesen-Motivation, mit einem solchen Spiel unsere schwierige Saison abzuschließen", sagte Trainer Pal Dardai. Die Hessen haben die Restzweifel am Ligaerhalt am vergangenen Spieltag beseitigt.