München - Für schwangere Frauen sind Listerien besonders bedenklich. Die Keime stecken in manchen Lebensmitteln und können dem ungeborenen Kind schaden. Weiche Käsesorten aus pasteurisierter Milch sind deshalb besser tabu, genau wie Rohmilchprodukte.

Schwangere Frauen essen besser nicht immer das, worauf sie gerade Appetit haben. Denn manche Lebensmittel können Listerien enthalten. Das sind gefährliche Keime, die dem ungeborenen Kind schaden und schlimmstenfalls zu dessen Frühgeburt oder Tod führen. Darauf weist Hildegard Debertin von der Stiftung Kindergesundheit in München hin. Verzichten sollten werdende Mütter daher auf Milchprodukte aus Rohmilch, weiche Käsesorten aus pasteurisierter Milch oder mit sogenannter Oberflächenschmiere wie Limburger oder Munster.

Auch um rohen Fisch und Austern machen sie besser einen Bogen. Gefährlich sind außerdem vorgegarte Garnelen und Krebstiere sowie geräucherte oder gebeizte Fische. Auf rohen Sprossen, ungewaschenem Obst und Gemüse können die Keime ebenfalls sitzen. Rohes Fleisch wie Mett oder Carpaccio, aber auch Teewurst ist der Expertin zufolge genauso tabu. Bei Fleisch achten werdende Mütter idealerweise darauf, dass es gut durchgebraten ist.

Fängt sich eine Schwangere Listerien ein, bemerkt sie häufig nur Fieber, Schüttelfrost oder Magen-Darm-Probleme. Das Kind kann unter anderem Kreislaufstörungen, Organ- und Hirnschäden davon tragen. Zwar sind Listerien-Infektionen sehr selten, trotzdem stecken sich auch Schwangere gelegentlich an.