Köln - Sechs Wochen mindestens: Mit Skigymnastik kann ein Freizeitsportler nicht früh genug anfangen, sonst drohen Verletzungen. Einige Übungen lassen sich leicht in den Alltag integrieren.

Wer über Karneval oder danach noch einen Skiurlaub plant, sollte schleunigst mit dem Training anfangen, um sicher auf den Brettern zu stehen. Idealerweise beginnt die körperliche Vorbereitung jedoch schon mindestens sechs bis acht Wochen vorher, betont Prof. Ingo Froböse von der Deutschen Sporthochschule Köln. Ist die Zeit knapper, sollte das aber kein Argument sein, vorab überhaupt keine Skigymnastik mehr zu machen. Ihr Übungsprogramm absolvieren Wintersportler am besten drei- bis viermal pro Woche.

Laut Froböse gilt es, Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit und Stabilität zu trainieren. Die Ausdauer lässt sich durch Joggen, Walken oder Fahrradfahren stärken. Auch die Treppe zu Hause bietet sich als Trainingsgerät an. Hoch- und Runterlaufen fördere die Ausdauer und kräftige zusätzlich die Beinmuskulatur, die beim Skifahren stark gefordert sind, sagt der Sportwissenschaftler.

Ebenfalls eine wichtige Übung für die Beinmuskulatur ist die Abfahrtshocke im Trockenen. Dazu stellt der Sportler seine Füße schulterbreit auseinander, beugt seine Knie und neigt den Oberkörper leicht vor. Anfangs sollte er diese Position eine halbe Minute halten. Wer schon etwas trainierter ist, kann länger so ausharren.

Weitere empfehlenswerte Übungen sind das sogenannte Wandsitzen oder Ausfallschritte. Gleichgewicht und Koordinationsvermögen lassen sich trainieren, indem der Sportler auf einem Bein steht und mit dem anderen Fuß die Zahl Acht mehrfach in die Luft malt.