Krefeld - Halten Müdigkeit, Abgeschlagenheit und Antriebslosigkeit im Winter länger an, sollten Betroffene das nicht als saisonales Stimmungstief abtun. Denn wenn diese Anzeichen 14 Tage am Stück vorhanden sind, kann dahinter eine echte Depression stecken.

Wenn jemand mehr als zwei Wochen lang niedergeschlagen ist, kann er möglicherweise an einer
Depression leiden. Darauf weist Christa Roth-Sackenheim vom Berufsverband Deutscher Psychiater (BVDP) in Krefeld hin. Am besten kläre ein Arzt den Verdacht ab. Je früher eine Depression behandelt werde, desto milder verlaufe sie und desto besser seien Heilungsaussichten. Bei mehr als 80 Prozent der Erkrankten habe eine Behandlung Erfolg.


Oft schaffen die Patienten es aber nicht von allein, sich professionelle Hilfe zu suchen. Verwandte oder Freunde sollten sie daher unterstützen - etwa indem sie den Verdacht auf eine Depression thematisieren. Danach können sie weiteren Beistand geben, indem sie einen Termin beim Facharzt vereinbaren und den Betroffenen dorthin begleiten. Laut Roth-Sackenheim kann sich eine Depression neben einer gedrückten Stimmung auch durch körperliche Erschöpfung und Schmerzzustände bemerkbar machen.


Mehrsprachige Patienteninformation zu Depression
Mehr zum Thema Depression erfahren Betroffene und Angehörige in einer Patienteninformation der Arztbibliothek, die neuerdings auch in mehreren Fremdsprachen erhältlich ist. Es gibt sie in einer deutschen, arabischen, englischen, französischen, russischen, spanischen oder türkischen Version zum kostenlosen Herunterladen aus dem Internet. Wer beim darin enthaltenen, sogenannten Zwei-Fragen-Test zweimal mit "Ja" antworte, sollte einen Arzt oder Psychotherapeuten zurate ziehen, lautet die Empfehlung.