Hamburg - Senioren können einer altersbedingten Erblindung möglicherweise durch regelmäßige Bewegung vorbeugen. Ein Versuch mit Mäusen hat Forscher zu dieser Schlussfolgerung veranlasst.

Gemäßigtes Training etwa in Form eines täglichen, strammen Spaziergangs schütze wahrscheinlich die Netzhaut im Bereich des schärfsten Sehens, erklärt Wolfgang Wesiack vom
Berufsverband Deutscher Internisten (BDI). Er beruft sich auf US-Forscher, die in Versuchen mit Mäusen diesen Effekt nachgewiesen haben.


Bei Mäusen, die regelmäßig im Laufrad aktiv waren, wiesen die Forscher mehr lichtempfindliche Sinneszellen nach als bei inaktiven Tieren. Diese Zellen sterben bei der sogenannten altersbedingten Makuladegeneration ab. Laut Wesiack sind die Ergebnisse der Tierversuchsstudie so vielversprechend, dass sie bei der Prävention berücksichtigt werden sollten, auch wenn der Effekt beim Menschen noch nicht erforscht ist.