Frankfurt/Main - Hauptsache die Nase ist frei. Das gilt bei einem Schnupfen sieben Tage lang, danach wird vom Einsatz abschwellenden Nasensprays abgeraten. Ist eine Entwöhnung schwierig, kann sie schrittweise erfolgen.

Haben Patienten sich zu sehr an ein abschwellendes Nasenspray gewöhnt, sollten sie es umgehend absetzen. Da das anfangs nicht so angenehm ist, rät die Landesapothekerkammer Hessen, das Medikament in den ersten Tagen zunächst nur in einem Nasenloch nicht mehr anzuwenden. Damit die Nasenschleimhäute in der Entwöhnungsphase nicht austrocknen und der Patient nicht zu stark leidet, könne er Meerwassersprays oder Nasensalben einsetzen.

Bei länger als sieben Tage währendem Gebrauch eines abschwellenden Sprays kommt es oft zu einem Gewöhnungseffekt: Die Schleimhäute schwellen wieder an, sobald die Wirkung des Sprays nachlässt. Der Patient greift dann immer wieder zum Spray, um seine vermeintlich verstopfte Nase frei zu bekommen, erläutert die Kammer. Das führt dazu, dass die Schleimhäute auf Dauer nicht mehr feucht genug sind und kaum noch Krankheitserreger abwehren können. Sie können darüber hinaus einreißen.