Köln - Setzen bei einer werdenden Mutter Wehen ein, bevor die 34. Schwangerschaftswoche vollendet ist, handelt es sich um einen Notfall. Oft steht eine Frühgeburt bevor.

Verspürt eine werdende Mutter im ersten oder zweiten Schwangerschaftsdrittel wiederkehrende Bauchkrämpfe ist schnelles Handeln gefragt. Die betroffene Frau sollte sich umgehend an ihren Arzt, ihre Hebamme oder eine Geburtsklinik wenden, rät das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) in Köln. Wichtiges Anzeichen für vorzeitige Wehen ist, dass sich die Gebärmutter regelmäßig und über einen längeren Zeitraum immer wieder zusammenzieht. Dabei können krampfartige Schmerzen auftreten.

Weitere Hinweise sind der Verlust von Fruchtwasser und hellrote Blutungen, erläutert das IQWiG auf seinem Portal
Gesundheitsinformation.de. Letztere seien immer ein Notfall.


Wenn klar ist, dass es sich um vorzeitige Wehen handelt, muss die Frau eventuell in ein anderes als das ursprünglich angepeilte Krankenhaus. Denn nicht jede Klinik ist auf die Betreuung von Frühgeborenen ausgerichtet, erklärt das IQWiG.

Außerdem kann es nötig sein, dass die Schwangere Arzneimittel bekommt, um die Wehen zu beenden oder sie und das Kind vor Infektionen zu schützen. Je länger ein Ungeborenes im Mutterleib heranwachsen kann, desto besser ist es entwickelt und desto besser seine Überlebenschancen.