Leipzig - Die Temperaturen steigen, und damit nimmt bei vielen Menschen die Lust aufs Grillen zu. Wer unvorsichtig ist, zieht sich am heißen Rost schnell mal eine Brandverletzung zu. In einigen Fällen ist das eine Angelegenheit für den Notarzt.

Beim Grillen kann es durch Unachtsamkeit schnell zu Unfällen mit dem heißen Rost oder den glühenden Kohlen kommen. Ist die dadurch entstandene Brandverletzung größer als ein Handteller, ist die Wunde unbedingt ein Fall für den Notarzt. Darauf weist die Johanniter-Unfall-Hilfe in Sachsen hin. Der Rettungsdienst sollte auch gerufen werden, wenn der Verletzte ein Kind oder eine ältere Person ist oder es sich um eine größere Verbrennung an Händen, Gesicht oder Genitalien handelt.

Gekühlt werden sollte eine solche größere Wunde nicht, rät die Johanniter-Unfall-Hilfe. Denn dadurch kann der Betroffene stark auskühlen, was seinen Kreislauf unnötig belasten würde. Bis der Notarzt vor Ort ist, sollten Ersthelfer unbedingt Atmung und Kreislauf des Verletzten im Blick behalten. Denn diese können bei einer Brandwunde beeinträchtigt sein.

Handelt es sich nur um eine kleine Wunde, empfiehlt es sich, handwarmes Wasser darüber laufen zu lassen, um die Schmerzen zu stillen. Eine offene Verletzung wird am besten umgehend steril abgedeckt, zum Beispiel mit einem sterilen Tuch aus dem Autoverbandskasten.

Ist die Bekleidung eines Menschen in Brand geraten, werden die Flammen möglichst schnell mit einer Decke erstickt. Ist keine Decke zur Hand, rollen Helfer den Betroffenen auf dem Boden hin und her und schütten Wasser über ihn, um das Feuer zu löschen. Kommt ein Feuerlöscher zum Einsatz, darf dessen Düse keinesfalls in Richtung Gesicht des Verletzten gehalten werden.