Berlin - Es wird heiß! Auf bis zu 34 Grad sollen die Temperaturen zu Pfingsten steigen. Da hat der Körper zu kämpfen. Mit diesen Tipps wird keiner zum Hitze-Opfer.

Trinken, trinken, trinken:Um bei hochsommerlichen Temperaturen Kreislaufproblemen vorzubeugen, sollte jeder Mensch täglich mindestens einen Liter mehr Flüssigkeit als sonst zu sich nehmen. Das empfiehlt das Deutsche Rote Kreuz (DRK). Zusätzlich zur erhöhten Trinkmenge empfiehlt sich bei Wärme dünne, wärmedurchlässige Kleidung sowie bei Aufenthalten im Freien guter UV-Schutz mit Sonnencreme und Kopfbedeckung.


Achtung, Keime: Bei Hitze ist die Gefahr noch größer als sonst, dass sich in Lebensmitteln krankmachende Keime vermehren. Vor allem beim Essen von nicht durchgegartem oder unzureichend gegrilltem Fleisch bestehe die Gefahr, sich zu infizieren, warnt die Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV). Auch schlecht gekühlte oder überlagerte Speisen mit rohen Eiern, Rohmilch oder Speiseeis sind mögliche Keimschleudern und sollten gemieden werden.


Gut behütet: Ein Platz im Schatten eines herkömmlichen Sonnenschirms bietet keinen ausreichenden Schutz vor schädlichen UV-Strahlen. Denn sein Lichtschutzfaktor (LSF) liegt nach Angaben der Initiative "Sonnenschutz? - Sonnenklar!" bei nur etwa 5. Auch Textilien am Körper sind kein Garant dafür, dass es nicht zu einem Sonnenbrand kommt: Leichte Baumwollkleidung hat demnach einen LSF bis 10, dichter gewebtes Material bis 20. Um sich wirksam vor Hautschäden zu schützen, ist der Initiative zufolge nur die Kombination von Schatten, Kleidung, Kopfbedeckung, Sonnenbrille und Sonnencreme mit mindestens LSF 20 hilfreich.


Die Menge macht\'s:Sonnencreme wird oft zu dünn aufgetragen und kann so den auf der Packung angegebenen Sonnenschutz nicht erreichen. Ein Erwachsener benötigt etwa drei bis vier Esslöffel, wenn er seinen ganzen Körper eincremt. Eine Familie mit vier Personen braucht etwa eine Flasche Sonnenschutzmittel pro Tag. Darauf weist Prof. Rolf Daniels von der Eberhard-Karls-Universität Tübingen hin. Ein hoher Lichtschutzfaktor sollte nicht dazu verleiten, die Sonnencreme nur dünn aufzutragen. Besser ist es, sich mit einem Mittel mit geringem Lichtschutzfaktor mehrmals einzureiben. So wird der Sonnenschutz gleichmäßiger.


Sprung ins kühle Nass: Badende sollten nicht mit einem sportlichen Kopfsprung in ein unbekanntes Gewässer springen. Darauf weist der Bezirk Vorderpfalz der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) hin. Baggerseen seien in der Regel sehr tief und nur die oberen Schichten erwärmt. Tiefer liegende Wasserschichten seien deutlich kühler, es drohten sehr schnell Kraftverlust und Krämpfe. Grundsätzlich gelte: Abkühlen nach dem Sonnenbad, danach langsam ins Wasser gehen - egal ob in den Badesee oder ins Schwimmbecken.


Schattenparker:Um bis zu 15 Grad weniger heizt sich ein Auto auf, wenn es im Schatten statt in der prallen Sommersonne parkt. Diesen Richtwert nennt der Automobilclub von Deutschland (AvD). Nach Möglichkeit sollten Fahrzeuge deshalb im Schatten großer Bäume und Gebäude geparkt werden. Scheint die Sonne an heißen Tagen sehr lange auf ein Fahrzeug, kann sich der Innenraum dem AvD zufolge auf bis zu 80 Grad aufheizen.


Baby an Bord: Wenn Babys an heißen Tagen im Auto mitfahren, sollten Eltern für das passende Klima im Wagen sorgen. "22 bis 24 Grad Celsius sind optimal", erläutert die Hebamme Juliane Martinet aus Karlsruhe. Kühlt die Klimaanlage den Wagen weiter herunter und entsteht dabei auch noch Zugluft, besteht für Babys ein hohes Erkältungsrisiko. "Gleiches gilt, wenn es deutlich wärmer ist und der Nachwuchs in der Babyschale stark schwitzt." Am besten das Auto schon vor Fahrtbeginn gut durchlüften, damit die angestaute Hitze entweichen kann. Die richtige Babybekleidung für Autofahrten an heißen Tagen ist der Hebamme zufolge ein kurzärmeliger Body. Dazu kommen noch dünne Söckchen.


Summ, summ, summ:Stechmücken mögen den Duft von Zitrone nicht. Vertreiben lassen sie sich daher beim Grillabend im Garten, auf Balkon und Terrasse durch Kerzen mit Zitronella. Darauf weist die Gütegemeinschaft Kerzen in Stuttgart hin. Das ätherische Öl verdampft beim Abbrennen der Kerze und wird in die Luft freigesetzt.