Saarbrücken - Profisportler kennen sie schon lange, für Freizeitsportler ist es noch eine recht neue Abwechslung im Ausdauertraining: die Arbeit mit den "wilden Seilen", oft auch mit dem englischen Ausdruck "Battling Ropes" bezeichnet.

Fit werden durch Seilchen-Schwingen: Grundprinzip der Battling Ropes ist, ein dickes Tau in rhythmischen Wellen zu schwingen, um die Schultermuskeln zu kräftigen. Das erläutert Prof. Christoph Eifler, Fachbereichsleiter Trainingswissenschaft an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement/BSA-Akademie in Saarbrücken.

Das Seil ist in seiner Mitte zum Beispiel an einem Hantelständer oder an einer Sprossenwand befestigt, der Sportler hält beide Enden in seinen Händen. Er zieht sie leicht zu sich und bewegt sie so auf und ab, dass sie Wellen schlagen. Das macht er so lange, bis seine Muskulatur vor allem im Schultergürtel erschöpft ist.

Einsteigern und unerfahrenen Athleten empfiehlt Eifler zunächst drei bis vier Intervalle. Dazwischen sollten Pausen von je einer Minute liegen. Wer mehr Erfahrung hat, kann sowohl fünf bis sechs Intervalle absolvieren als auch die Unterbrechungen dazwischen auf eine halbe Minute verkürzen. Der Sportler kann beide Seilhälften parallel oder versetzt bewegen, sie kreisen lassen oder übereinanderwerfen. Ergänzen lässt sich das Rope-Training mit Kniebeugen, Ausfallschritten oder Laufbewegungen.

Die Geschwindigkeit beim Schwingen und die Belastungsdauer sind nur zwei Faktoren, die den Körper des Sportlers fordern. Auch Dicke und Länge der Seile spielen eine Rolle. Die Beanspruchung ist umso größer, je dicker und länger das Tau ist. Denn dann muss mehr Eigenwicht des Taus bewegt werden. Üblicherweise kommen Taue mit einem Durchmesser von 30 bis 50 Millimeter sowie mit einer Länge von 15 bis 30 Metern zum Einsatz.