Remscheid - Bei den Spielen der Fußball-WM ist es vor allem in den Verlängerungen zu beobachten: So manchen Fußballer packt ein heftiger Muskelkrampf. Das passiert auch Hobbysportlern. Was kann man dagegen tun?

Beim Sport drohen Krämpfe, wenn die Muskeln nicht genug Salz bekommen. Das kann etwa bei Fußballern passieren, wenn sie zu wenig trinken - oder auch zu viel. Denn zu hohe Flüssigkeitsmengen führen dazu, dass der Salzspiegel im Blut sinkt. Darauf weist Prof. Herbert Löllgen von der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention hin. Sportler sollten daher vor dem und während des Trainings oder Wettkampfs genug Flüssigkeit, aber auch Kochsalz, Magnesium und Kalzium zu sich nehmen. Das geht etwa durch Elektrolytgetränke.

Krampft der Muskel dennoch, sollten Sportler dem Krampf zunächst nachgeben. Das heißt, sie verkürzen den Muskel, indem sie etwa das Bein bei einem Wadenkrampf anbeugen. Lässt der erste Schmerz nach, wird der Muskel angespannt. Da hilft bei der Wade beispielsweise das typische Gegendrücken der Fußspitze, das bei der Fußball-WM oft zu sehen ist. Danach heißt es: Trinken.

Nach einigen Minuten kann der Muskel wieder langsam belastet werden. Bestehen dann weiter Schmerzen, ist es aber besser, das Training zu beenden. Sonst können Zerrungen und sogar Muskelfaserrisse die Folge sein. Wer regelmäßig unter Krämpfen leidet, sollte sein Blut auf mögliche Ursachen hin untersuchen lassen.