Köln - Die feinen Härchen des Eichenprozessionsspinners können allergische Reaktionen oder Reizungen auslösen. Sind Kinder betroffen, sollten Eltern schnell reagieren.

Die Haare von Eichenprozessionsspinnern können allergische Reaktionen hervorrufen. In manchen Fällen lösen die feinen Härchen der Raupen Augenreizungen, Husten, Hautreaktionen, Halsschmerzen, Fieber oder sogar einen allergischen Schock aus. Darauf weist der
Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) hin.


Zeigen Kinder solche Anzeichen, sollten sie umgehend duschen und die Haare waschen. Sind die Augen betroffen, müssen diese mit Wasser ausgespült werden. Die Kleidung schütteln Eltern besser nicht in der Wohnung aus, sondern draußen. Anschließend gehören die Stücke in die Waschmaschine.

Die Haare der Eichenprozessionsspinner haben Widerhaken und können sich unter anderem in Schleimhäuten oder auf feuchten Hautstellen verfangen. Sie enthalten ein Nesselgift, auf das Menschen überempfindlich reagieren können.

Eichenprozessionsspinner sind Schmetterlinge - als Raupen haben sie Härchen, die leicht abbrechen. Sie leben vor allem in Eichen- und Kiefernwäldern, aber auch in frei stehenden Bäumen an Straßenrändern oder in Parks. Regionen, die von den Tieren befallen sind, meiden Kinder am besten ganzjährig: Die Härchen können nämlich noch Jahre später Gift enthalten, warnt der BVKJ.