Berlin - Ein Bad in der Sonne halten viele Urlauber für gesund. Doch nicht nur ein Sonnenbrand droht - auch eine Erkältung kann dadurch begünstigt werden.

Auch im Sommer sind Erkältungen möglich oder Klimaanlagen und lange Sonnenbäder machen Urlauber anfälliger für eine Sommergrippe. Sie tragen dazu bei, dass die Schleimhäute austrocknen und dadurch ihre Abwehrfunktion verlieren. "Dort setzen dann die Viren an", erklärt Peter Walger vom Bundesverband Deutscher Internisten (BDI). Vorbeugend hilft viel Trinken und das Meiden von Zugluft.

Viren gelangen entweder über Tröpfchen in der Luft oder direkten Kontakt, zum Beispiel mit verschmierten Türklinken, in den Körper. Wer sich infiziert hat, kann zu Medikamenten gegen Schmerzen und Fieber greifen. Auch Nasentropfen helfen. Walger rät außerdem, viel zu trinken, um die Schleimhäute feucht und durchblutet zu halten.

Verschiedene Grippeviren entwickeln sich je nach Temperatur. "Jedes Virus hat seine eigene Ökologie", erklärt der Infektiologe. Deshalb kann es auch in warmen Gefilden zu Grippeinfektionen kommen.