Saarbrücken - Bei schwerer körperlicher Arbeit ist eine trainierte Rumpfmuskulatur von Vorteil: Sie gleicht Belastungen auf den Rücken aus und schützt vor Verletzungen. Ein funktionelles Training stärkt die Muskelgruppe.

Wer im Job schwer heben oder sonst wie körperlich hart arbeiten muss, sollte sich beim Training in der Freizeit vor allem auf seine Rumpfmuskulatur konzentrieren. Diese Muskelgruppe müsse bei der Arbeit die großen Belastungen auf die Wirbelsäule ausgleichen, erläutert Daniel Kaptain von der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement/BSA-Akademie in Saarbrücken. Insbesondere funktionelles beziehungsweise koordinatives Training bietet sich dafür an.

Dahinter steht die Idee, mehrere Muskelgruppen gleichzeitig zu kräftigen, um Trainingsreize auf beinahe den ganzen Körper zu setzen. Das kommt den Alltagsbelastungen sehr nahe. Ein Beispiel dafür ist die Kniebeuge, wie Kaptain erläutert: "An den Beinen spüren Sie dynamische Kräfte durch die Beugung, gleichzeitig wird aber auch durch den gerade gehaltenen Rücken die Muskulatur der Wirbelsäule stabilisiert." Das sei mit dem Heben und Tragen von schweren Gegenständen im Alltag zu vergleichen.

Auch Übungen mit freien Gewichten wie Hanteln sind laut Kaptain vor diesem Hintergrund vorteilhafter als das Training im Sitzen an Kraftmaschinen. Wichtig ist, alle Übungen immer korrekt auszuführen, damit es nicht zu Fehlbelastungen kommt. Am besten lassen Hobbysportler sie sich von einem geschulten Trainer, zum Beispiel in einem Fitnessstudio, zeigen.

Das funktionelle Training steigert aber nicht nur die Kraft und die koordinativen Fähigkeiten und verbessert dadurch alltägliche Bewegungsabläufe. Es trägt auch dazu bei, Verletzungen etwa am Rücken zu vermeiden, betont der Experte.