München - Eine HPV-Impfung kann das Risiko an Krebs zu erkranken mindern. Viele Kassen zahlen die Maßnahme nur bei Mädchen bis zu 17 Jahren - dabei ist die Impfung gegen die sexuell übertragbaren Viren auch nach dem ersten Geschlechtsverkehr ratsam.

Die
Impfung gegen Humane Papillomviren (HPV) kann für junge Frauen und Männer auch nach dem ersten Geschlechtsverkehr noch sinnvoll sein. Darauf weist Christian Albring, Präsident des Berufsverbands der Frauenärzte (BVF), hin. Die sexuell übertragbaren HPV können nicht nur Krebs etwa im Gebärmutterhals oder in der Vagina auslösen, sondern auch in der Mundhöhle, am Darmausgang oder am Penis. Bei geimpften Frauen und Männern ist der gesamte Organismus vor den besonders verbreiteten und
riskanten HPV-Typen 16 und 18 geschützt.


Zwar könne es sein, dass sich jemand, der bereits sexuell aktiv ist, schon mit HPV angesteckt hat und sein Körper danach immun gegen diesen einen Viren-Typ ist, erläutert der BVF. Aber wahrscheinlich sei diese Immunität nur auf das infizierte Areal beschränkt, und außerdem sei der Körper nicht vor anderen Virustypen geschützt. Die meisten Krankenkassen zahlen die Impfung allerdings nur bei Mädchen im Alter von 14 bis 17 Jahren. Laut Albring ließen sich viele Krebserkrankungen verhindern, wenn auch junge Erwachsene noch geimpft werden.