Hamburg - In den ersten sechs Monaten dieses Jahres gab es in Deutschland weniger Krankschreibungen. Wer sich krankmeldete, blieb dann aber durchschnittlich länger der Arbeit fern, berichtet die DAK.

Arbeitnehmer in Deutschland haben sich nach Zahlen der DAK im ersten Halbjahr 2014 seltener krankgemeldet als ein Jahr zuvor. Etwa ein Drittel (34,2 Prozent) aller Berufstätigen ließ sich in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres mindestens einmal krankschreiben, wie Deutschlands drittgrößte Krankenkasse in Hamburg mitteilte. Im Vorjahreszeitraum waren es 38,7 Prozent.

Allerdings war die durchschnittliche Dauer einer Erkrankung mit 12,2 Tagen etwas länger als im ersten Halbjahr 2013 mit 11,6 Tagen. Der Krankenstand der 2,5 Millionen erwerbstätigen DAK-Versicherten verringerte sich binnen Jahresfrist von 4,1 Prozent auf 3,8 Prozent.

Hauptgrund für die sinkenden Zahlen war den Angaben zufolge ein starker Rückgang bei Atemwegserkrankungen wie Husten, Bronchitis oder Lungenentzündung. Im Jahr zuvor hatte eine Erkältungswelle aufgrund des kalten Winters den Krankenstand sprunghaft ansteigen lassen. Gegen den Trend nahmen im ersten Halbjahr 2014 die Fehltage wegen psychischer Leiden weiter zu.

Mehr als jeder fünfte Fehltag (22,6 Prozent) wurde durch Rückenschmerzen oder Knieprobleme verursacht. Psychische Erkrankungen folgten auf Rang zwei mit 16 Prozent Anteil an den Fehltagen, Erkältungskrankheiten lagen mit 14,5 Prozent auf Rang drei.