Berlin - Schwangere sollten einfach zu Medikamenten gegen Übelkeit und Sodbrennen greifen. Sie können Antazida enthalten. Experten warnen: Bei hoher Dosierung sei es in Tierversuchen zu Fehlbildungen gekommen.

Übelkeit und Sodbrennen sind oft lästige Begleiter in der Schwangerschaft. Betroffene Frauen sollten aber nur nach Rücksprache mit ihrem Arzt zu Medikamenten greifen, empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS). Bei Sodbrennen könnten sogenannte Antazida zum Einsatz kommen, die bereits im Magen vorhandene Säure binden. Von Mitteln aus der Gruppe der Protonenpumpenhemmern (PPI) raten die Experten ab: Bei hoher Dosierung sei es in Tierversuchen zu Fehlbildungen gekommen.

Bei Übelkeit reicht es der DGVS zufolge meist schon, die Ernährungsweise umzustellen und viele kleine Mahlzeiten anstatt weniger großer zu essen. Auch Darmbeschwerden lassen sich häufig ohne Medikamente in den Griff bekommen: Bei Verstopfung empfiehlt sich ballastreiche Kost und eine erhöhte Flüssigkeitszufuhr. Durchfall lässt sich oft eindämmen, indem Frauen sich fettarm ernähren und weniger Milchprodukte zu sich nehmen.