Saarbrücken - Wer einen klassischen Bürojob ausübt, verbringt in der Regel die meiste Zeit des Tages im Sitzen. Bei einer einseitigen Körperhaltung leidet oft die Muskulatur. Trotz der Schreibtischaufgaben sollten sich Berufstätige daher regelmäßig bewegen.

Langes, regungsloses Sitzen am Schreibtisch kann auf Dauer zu einer verspannten Muskulatur führen. Elisabeth Graser, Dozentin an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement und BSA-Akademie, rät daher, sich spätestens nach einer Stunde auf dem Bürostuhl zu bewegen. Sie empfiehlt, zum Beispiel beim Telefonieren aufzustehen und Meetings im Stehen abzuhalten. Jeder, der einen sitzenden Beruf ausübt, sollte bewusst alle Möglichkeiten nutzen, diese Haltung zu unterbrechen.

Sinnvoll sei auch, regelmäßig die Wirbelsäule und Schulter-, Hand- sowie Fußgelenke durch kleine Bewegungen zu mobilisieren und die Muskulatur zu dehnen. Und wer bewusst tief ein- und ausatmet, regt außerdem die Funktion seiner Organe an.

Darüber hinaus rät Graser, sich immer wieder vor Augen zu führen, dass der Mensch von Natur aus für Bewegung gemacht ist - und das im Alltag auch nutzen sollte. Am einfachsten ist das, wenn man das Auto öfter mal stehen lässt und den Weg zur Arbeit oder zum Einkaufen per Rad oder zu Fuß zurücklegt. Statt des Aufzugs oder der Rolltreppe ist es sinnvoll, Treppen zu steigen. Die Wartezeit auf den Bus oder vor der Kasse kann man sich ebenfalls mit kleinen Bewegungseinheiten verkürzen. Als Minimalprogramm, um fit zu bleiben, gelten mindestens 30 Minuten tägliche körperliche Beanspruchung.