Berlin - Ein von Hexal zurückgerufener Ibuprofen-Saft für Kinder ist laut einem Experten nicht gefährlich. Auch der Pharmahersteller selbst beruhigt: Es seien keine Auswirkungen auf die Gesundheit von Patienten zu befürchten.

Mit Mikroorganismen belasteter Ibuprofen-Saft für Kinder ist nach Ansicht von Experten für Eltern kein Grund zur Sorge. Selbst wenn das betroffene Medikament eingenommen wurde, werde dies aller Wahrscheinlichkeit nach nicht zu schwerwiegenden Krankheiten führen, erklärt Ulrich Fegeler, Bundespressesprecher des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ). Eltern sollten sich im Zweifel an ihre Apotheke wenden. Der Wirkstoff Ibuprofen wird in der Regel zur Behandlung von leichten bis mäßig starken Schmerzen, bei Entzündungen und Fieber eingesetzt.

Der Pharmahersteller Hexal hatte seinen Ibuprofen-Saft für Kinder zurückgerufen. Als Grund
gibt das Unternehmen an, bei einer routinemäßigen Kontrolle sei festgestellt worden, dass die im Saft enthaltene zulässige Menge an Mikroorganismen bei einzelnen Flaschen geringfügig überschritten wurde. Die betroffenen Chargen wurden zurückgerufen. Laut Hexal sind keine Auswirkungen auf die Gesundheit von Patienten zu befürchten.


Grund zur Sorge besteht laut Fegeler durch den Rückruf nicht. "Das ist eigentlich ein gutes Zeichen", sagte der Mediziner. "Denn das zeigt, dass das Kontrollsystem gut funktioniert." Eltern sollten prüfen, ob sie in ihrem Medizinschrank möglicherweise entsprechende Medikamente finden und sie dann in die Apotheke zurückbringen.

Auch andere Hersteller hätten Präparate mit dem Wirkstoff im Programm. Zudem gebe es auch Medikamente mit dem Wirkstoff Paracetamol. Für Kunden hat der Pharmahersteller Hexal eine telefonische Hotline eingerichtet. Das medizinische Team beantwortet Fragen unter der Telefonnummer: 08024/908 55 12.