Saarbrücken - Öfter mal die Schuhe weglassen: Wer das macht, tut sich, seinen Füßen und dem ganzen Körper einen Gefallen. Viele positive Effekte stellen sich ein - zum Beispiel eine bessere Durchblutung.

Barfußlaufen ist gut für die Fuß- und Wadenmuskulatur sowie den Rücken. Es fördert außerdem das Gleichgewicht und die Körperwahrnehmung und beugt so möglichen Stürzen vor. Darauf weist Sabine Kind von der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement/BSA-Akademie in Saarbrücken hin. Durch die Bewegung wirke die Wadenmuskulatur außerdem als Blutpumpe in Richtung Herz. Das kann Venenleiden und Krampfadern verhindern. Weil darüber hinaus die Haut viel Luft bekommt, lässt sich mit Barfußlaufen auch Fuß- und Nagelpilz vorbeugen.

Da Barfußlaufen die Fußmuskeln aktiviert, komme es einer Fußgymnastik gleich, sagt Kind. Sie verweist darauf, dass sich die Füße dadurch besser erwärmen können und es so für viele Frauen eine wohltuende Sache sei - weil diese oft mit kalten Füßen zu kämpfen haben. Wechselnde Temperaturreize und der eventuelle Massageeffekt des Untergrunds fördern dieses Wärmegefühl noch zusätzlich.

Kind empfiehlt, verschiedene Untergründe auszuprobieren - entweder in einem Barfußpark oder einfach auf einer Wiese, im Sand, auf Steinen oder dem Asphalt. Die Expertin rät, die unterschiedlichen Materialien bewusst wahrzunehmen, die Temperaturen und den eigenen Körper dabei zu spüren. Zum Abschluss des Tages ist ein entspannendes, pflegendes Fußbad ratsam.