Bonn - Der Begriff "Rheuma" umfasst mehr als 100 verschiedene Erkrankungen mit Schmerzen in Muskeln, Sehnen, Gelenken oder Knochen. Noch bevor die Krankheit ihre Spuren hinterlässt, sollten Betroffene vorsorgen.

Menschen mit chronischen Rheuma-Erkrankungen sollten ihre Gelenke schon schützen, bevor diese sich durch die Krankheit verändern. Darauf weist die Deutsche Rheuma-Liga anlässlich des
Welt-Rheuma-Tags am Sonntag (12. Oktober) hin. Im Alltag lässt sich zum Beispiel das Handgelenk entlasten, wenn Patienten es bewusst gerade halten. Beim Schneiden von Gemüse etwa können sie ihre Kraft dann optimal einsetzen und überlasten das Gelenk nicht.


Sinnvoll ist auch, Lasten immer mit beiden Händen zu tragen und so oft wie möglich schwere Dinge zu rollen oder zu schieben, statt sie zu tragen. Spätestens wenn ein Gelenk schmerzt, sollten Betroffene eine Pause einlegen und sich so bewegen, dass weniger oder keine Schmerzen auftreten.

Nach Angaben der Rheuma-Liga ist jeder vierte Bundesbürger von einer chronisch-rheumatischen Erkrankung wie Arthrose, Osteoporose oder Fibromyalgie betroffen.

Rheuma steht für über 100 verschiedene Erkrankungen mit Schmerzen in Muskeln, Sehnen, Gelenken oder Knochen. Mit über fünf Millionen Betroffenen in Deutschland tritt nach Auskunft der Deutschen Rheuma-Liga die degenerative Erkrankung Arthrose (Gelenkverschleiß) am häufigsten auf.


Am diesjährigen Aktionstag startet der Verband eine vierjährige Kampagne, mit der er Betroffene über Möglichkeiten zu einem selbstbestimmten Leben informieren will. Das erste Jahr steht unter dem Motto: "Rheuma - den Alltag bewältigen." Der 1996 von der Vereinigung "Arthritis and Rheumatism International" initiierte Tag wird stets am 12. Oktober organisiert.