Frankfurt/Main - Haben Menschen einen Herzschrittmacher oder implantiertem Defibrillator, trauen sie sich oft nicht, in vollem Umfang Sport zu treiben. In den meisten Fällen sind etwa Ausdauersportarten kein Risiko für die Betroffenen.

Herzpatienten müssen ihre sportlichen Aktivitäten nicht aufgeben. Allerdings sollten sie schon vor der Implantation ansprechen, welches Training sie bevorzugen, damit der Kardiologe das beim Eingriff berücksichtigt. Darauf weist die Deutsche Herzstiftung in einem neuen Ratgeber hin. Belastet sich der Patient beim Training zum Beispiel häufig einseitig wie beim Tennis oder Squash, wird das Implantat dementsprechend auf der anderen Seite eingepflanzt.

Welche Sportart er ausüben kann, hängt von der jeweiligen Herzerkrankung ab. In den meisten Fällen sind Ausdauersportarten wie Joggen oder Fahrradfahren unbedenklich. Aber auch Ballsportarten sind nicht grundsätzlich verboten, solange sie nicht wettkampforientiert sind. Klettern und Tauchen sind mit gewissen Einschränkungen erlaubt.

Die Experten raten von Kampfsportarten ab, bei denen mit harten Stößen und Schlägen gegen den Oberkörper zu rechnen ist. Diese könnten den Herzschrittmacher oder den Defibrillator beschädigen. In jedem Fall sollten Patienten ihren Kardiologen fragen, bevor sie mit einem Training beginnen.