Berlin - Wenn Magensäure die Speiseröhre hochsteigt, kann das für Betroffene sehr schmerzhaft sein. Um Sodbrennen zu bekämpfen, sind nicht immer Medikamente erforderlich. Schon eine Umstellung der Schlaf- und Ernährungsgewohnheiten kann Sodbrennen helfen.

Sodbrennen lässt sich häufig schon durch kleine Veränderungen im Lebensstil lindern, so dass der Griff zu säureblockierenden Medikamenten unnötig ist. Die pharmakritische Zeitschrift "Gute Pillen - Schlechte Pillen" empfiehlt zum Beispiel, nachts den Oberkörper höher zu lagern, etwa mit einem Kissen oder einem schräg gestellten Bett-Kopfteil. Denn saures Aufstoßen komme oft im Liegen durch den Rückfluss von Magensäure zustande.

Helfen kann auch, abends nicht mehr spät schwere Mahlzeiten zu sich zu nehmen, nur wenig Alkohol zu trinken und den Magen durch den Verzicht aufs Rauchen zu entlasten. Stärker von Sodbrennen betroffen sind außerdem Menschen mit zu viel Pfunden am Körper und diejenigen, die sich nur wenig bewegen. Darüber hinaus kann Stress dem Magen zu schaffen machen.

Der Zeitschrift (Ausgabe 5/2014) zufolge ist seit kurzem neben den Wirkstoffen Omeprazol und Pantoprazol auch der Wirkstoff Esomeprazol als Säureblocker (Protonenpumpenhemmer) in kleinen Mengen rezeptfrei in der Apotheke erhältlich. Letzterer koste aber mehr als die beiden anderen. Die niedrigen Dosierungen sollen dazu beitragen, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten zu minimieren.