Nürnberg - Anhaltende Schmerzen bekommen Betroffene oft erst in den Griff, wenn sie mit mehrere Heilmethoden parallel behandelt werden. Dazu kann zum Beispiel die Einnahme von Medikamenten in Kombination mit Bewegungs-, Ergo- und Psychotherapie gehören.

Anhaltende Schmerzen, die länger als sechs Wochen überdauern, sollten Betroffene mit einer kombinierten Schmerzbehandlung bekämpfen. Fachleute sprechen dann von einer multimodalen Schmerztherapie, erläutert Claudia Schlund von der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD) in Nürnberg. Diese könne bereits sinnvoll sein, wenn die Beschwerden trotz ärztlicher Betreuung nach mehr als sechs Wochen immer noch da sind.

Patienten können sich ambulant, im Krankenhaus oder einer Reha-Klinik multimodal behandeln lassen. Sogenannte Schmerzzentren sind darauf besonders ausgerichtet. Die UPD rät, den Hausarzt um eine Überweisung in ein Schmerzzentrum zu bitten. Alternativ könne der Hausarzt mit anderen Fachärzten gemeinsam eine umfassende Therapie in Rahmen einer sogenannten Schmerzkonferenz verordnen. Wo es diese gibt, lässt sich bei der regionalen Kassenärztlichen Vereinigung erfragen.