Berlin - E-Zigaretten sind laut dem Bundesverwaltungsgericht keine Arzneimittel. Damit dürfen sie weiter in Tabakläden verkauft werden. Als Ersatz für die normale \'Fluppe\' sollten sie aber besser nicht dienen. Wer aufhören will, kann das auch anders schaffen.

Die umstrittenen E-Zigaretten gelten nicht als Arzneimittel. Damit benötigen die nikotinhaltigen Flüssigkeiten, die in den Elektrozigaretten verdampft werden, auch keine Zulassung und können weiter in Tabakläden und im Internet verkauft werden. Für eine Einstufung als Arzneimittel fehle es am therapeutischen Zweck und einer positiven gesundheitlichen Wirkung der sogenannten Liquids, entschied das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig am Donnerstag (22. November). Es gab damit den Klagen einer Ex-Ladenbesitzerin sowie zweier Hersteller von E-Zigaretten in dritter und letzter Instanz recht.

Dass Rauchen ungesund ist, hat sich inzwischen natürlich herumgesprochen. Die Hoffnung mancher Raucher, diesen Risiken durch E-Zigaretten zu entgehen, erfüllte sich hingegen nicht: Auch sie gelten Krebsforschern zufolge als gesundheitlich bedenklich. Ganz aufhören wäre also für die Gesundheit die beste Alternative. Doch wie gelingt das? Laut der Bundesapothekerkammer muss man vor allem seine Gewohnheiten ändern - und die drei "A-Tipps" befolgen:

Gewohnheiten ändern:Rauchen ist bei vielen Menschen eine Gewohnheitssache. Ganz wichtig für Raucher ist es deshalb, die eigenen Gewohnheiten nach und nach zu ändern, die mit dem Anstecken der Zigarette verbunden sind. Wer zum Beispiel immer nach dem Essen geraucht hat, sollte gezielt auf dieses Ritual verzichten. Hat die Zigarette bisher stets zum Kaffeetrinken gehört, kann es helfen, diese Angewohnheit zu unterbrechen - und vielleicht auch den Kaffee wegzulassen. Stattdessen trinkt man lieber etwas anderes, das nicht an die gewohnte Kombination erinnert.


Die drei "A-Tipps":


Aufschieben: Dem Impuls, rauchen zu wollen, sollte man nicht gleich nachgeben - sondern in dieser Situation erst einmal tief durchatmen und das Rauchen aufschieben. Das kann schon helfen.


Ausweichen: Oft sind es bestimmte Situationen, die zum Rauchen verführen. Ihnen sollten Raucher möglichst ausweichen. Sich gar nicht erst mit den Kollegen vor die Tür stellen, zum Beispiel. Oder den Raucherbereich am Bahnhof meiden, wo viele andere die Zigarettenpackung zücken.


Ablenken: Manchmal kommt das Verlangen nach einer Zigarette trotzdem. Dann ist es eine gute Strategie, sich abzulenken und den Gedanken ans Rauchen so wieder loszuwerden. Eine Möglichkeit ist, in so einer Situation zum Handy zu greifen und jemanden anzurufen - nach dem Telefonat ist der Wunsch nach der Zigarette vielleicht schon vergessen.


Ersatzmittel:


Für eine gewisse Zeit können Nikotinersatzmittel das Nichtrauchen erleichtern. Solche Medikamente gibt es laut der Bundesapothekerkammer rezeptfrei. Allerdings dürfen sich Raucher keine Illusionen machen: Diese Hilfsmittel allein machen aus ihnen keine Nichtraucher.

Kaugummis mit Nikotin: Wer das Rauchen sein lassen will, kann für eine Übergangszeit zum Beispiel zu Kaugummis mit Nikotin greifen. Sie werden langsam gekaut, bis man ein pfefferartiges Aroma im Mund hat. Danach bleibt die Masse in der Wangentasche, bis der Geschmack vergangen ist.


Nikotinpflaster: Den Verzicht auf die Zigarette erleichtern auch Nikotinpflaster. Üblicherweise werden sie 16 bis 24 Stunden auf der Haut getragen und sorgen dann dafür, dass im Blut eine gleichmäßig hohe Menge Nikotin vorhanden ist.


Flüssigkeitsbehälter sind Risiko für Kinder
Mit Geschmacksrichtungen wie Schokolade oder Banane sind Flüssigkeitsbehälter von E-Zigaretten für Kinder verlockend. Stecken sie die Fläschchen in den Mund oder probieren von der Flüssigkeit, könnten sie sich jedoch vergiften, warnt Ulrich Fegeler vom Bundesverband der Kinder- und Jugendärzte. Die Folge sind Schweißausbrüche, Herzrasen sowie Übelkeit und Erbrechen sein. Im Extremfall ist der Verlauf einer Nikotinvergiftung aufgrund einer Atemlähmung sogar tödlich. Besonders heikel: Viele Fläschchen haben keinen kindersicheren Verschluss. Eltern sollten die Behälter deshalb so aufbewahren, dass sie für Kinder nicht erreichbar sind.