Hannover - Wird ein Notruf abgesetzt, ist die Situation meistens kritisch. Dennoch sollten Anrufer einen kühlen Kopf bewahren - und das Telefonat keineswegs von selbst beenden. Ein paar Tipps zum Europäischen Tag des Notrufs.

Die Telefonnummer 112 gilt in der ganzen EU als Notrufnummer. Auch wer gerade im europäischen Ausland unterwegs ist, kann so den Rettungsdienst informieren - selbst ohne Guthaben auf dem Handy. Kersten Enke, Leiter der Johanniter-Akademie Hannover, rät anlässlich des
Europäischen Tags des Notrufs (11. Februar): "Man sollte die 112 im Zweifelsfall lieber einmal zu oft wählen als einmal zu wenig."


Im Telefonat mit der Leitstelle müssen Anrufer dann folgende Fragen beantworten:

- Wo ist es passiert?

- Was ist geschehen?

- Wie viele betroffene Personen gibt es?

- Welche Verletzungen liegen vor?

Bei der letzten Frage sollten Anrufer etwa beschreiben, ob der Verletzte an Atemnot leidet, starke Schmerzen hat oder bewusstlos ist. Ganz wichtig ist das Warten auf Rückfragen - Anrufer sollten nie selbst das Gespräch beenden.

Kommt ein Hubschrauber zur Rettung, braucht er eine Fläche von mindestens 30 mal 30 Metern zur Landung, erklärt die DRF Luftrettung. Am besten machen sich die Helfer am Boden bemerkbar, etwa mit dem Wedeln eines hellen Kleidungsstücks. Markierungshilfen an der Landestelle sollten sie aber nicht auslegen. Während der Hubschrauber landet, halten Helfer besser einen Abstand von mindestens 30 Metern ein - und nähern sich so lange nicht der Besatzung, wie sich die Rotoren drehen.