Saarbrücken - Wer gesund und fit bleiben will, braucht Bewegung. Das ist bekannt. Doch was, wenn zwischen Beruf, Familie und Haushalt einfach nicht genug Zeit bleibt, um mehrmals die Woche zu trainieren?

Dann braucht man eine Sportart, die möglichst viele körperliche Funktionen und motorische Fähigkeiten anspricht - und dabei auch noch schonend ist. "Das Schwimmen erfüllt all diese Anforderungen", sagt Elisabeth Graser, Dozentin der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement/BSA-Akademie in Saarbrücken.

Kaum eine andere Sportart tue dem Körper so viel Gutes: "Das Herz-Kreislauf-System wird gestärkt, die Durchblutung angeregt, die Muskulatur des gesamten Körpers gekräftigt und die Koordination geschult."

Das sanfte Ausdauertraining verbrennt Kalorien und senkt das Risiko für Diabetes, Arteriosklerose und andere Krankheiten. Gleichzeitig besteht ein sehr geringes Verletzungsrisiko, denn durch das tragende Wasser werden die Gelenke nicht unnötig belastet. "Gerade deshalb ist diese Sportart zum Beispiel auch für Personen geeignet, die abnehmen und ihren Körper straffen möchten", sagt die Fitnessfachwirtin.

Für welchen Schwimmstil man sich entscheidet, sei anfangs zweitrangig: "Bei Anfängern ist besonders das Rückenschwimmen zu empfehlen." Aber auch für diejenigen, die etwa unter Rückenverspannungen leiden, sei dieser Stil optimal.

"Wie bei jeder anderen Sportart ist es wichtig, langsam zu beginnen und sich nach und nach zu steigern", sagt Graser. Für Beginner empfehle sich zum Erlernen der richtigen Technik ein Schwimmkurs.

Wer langfristig seine Gesundheit und Fitness durch Schwimmen steigern möchte, muss aber regelmäßig dran bleiben. Und darf keine Wunder erwarten: Zwei Mal die Woche ins kühle Nass springen sollte es schon sein.