Schwerin - Weil immer weniger wissen, was im Notfall zu tun ist, werden Erste-Hilfe-Kurse von April an kürzer und praxisnäher. Darauf verwies das Deutsche Rote Kreuz (DRK) in Schwerin. Künftig werden die Lehrgänge nur noch 9 statt bislang 16 Unterrichtseinheiten zu je 45 Minuten haben, wie Thomas Powasserat vom DRK Mecklenburg-Vorpommern sagte.

Gestrichen wird bei der Theorie. Dazu gehören die wichtigsten Angaben beim Melden eines Notfalls. "Die berühmten "fünf W" muss man nicht zwingend beherrschen", sagte Powasserat. Der Disponent in der Rettungsleitstelle leite den Anrufer durch das Gespräch und frage, was er wissen muss. Dafür gibt es mehr Praxisunterricht: In kleinen Gruppen sollen Notfallsituationen geprobt werden.

Nach einer Umfrage wissen zwei Drittel der Deutschen nicht, was sie notfalls tun müssen, bis professionelle Retter kommen. Über das DRK haben allein in Mecklenburg-Vorpommern im vergangenen Jahr 32 000 Menschen einen Erste-Hilfe-Kurs absolviert.