Frankfurt/Main - In Deutschland haben wieder mehr Menschen Organe gespendet. Die Zahl der Spender lag von Januar bis März dieses Jahres bei 242, das sind 38 mehr als im Vorjahreszeitraum, teilte die
Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) mit.


Das Nachrichtenmagazin "Focus" hatte zuvor darüber berichtet. Im Jahr 2013 gab es im ersten Quartal 230 bereitwillige Spender.

Nachdem vor drei Jahren der Skandal um Manipulationen bei der Vergabe von Lebern öffentlich wurde, stieg die Spenderbereitschaft nun erstmals wieder. "Auch in den Angehörigengesprächen gibt es nach einem vorübergehenden Rückgang wieder mehr Zustimmung zur Organspende", sagte Axel Rahmel, medizinischer Vorstand der Stiftung. Angesichts der steigenden Zahlen könnten betroffene Patienten zwar wieder auf eine Besserung der Situation hoffen, von einer positiven Trendwende dürfe aber nicht die Rede sein.

Bundesweit hat sich die Zahl der Spender im vergangenen Jahr mit 864 nahezu stabilisiert (2013: 876). Derzeit warten rund 10 600 Patienten auf ein Spenderorgan, wie die Stiftung Eurotransplant berichtet.