Radebeul - Wem Runden auf der Aschebahn nicht Herausforderung genug sind, der sucht den Kick bei Extrem-Rennen. Beispiele für ungewöhnliche Laufstrecken und besondere Bedingungen:

Treppenhaus-Marathon: Insgesamt 83 808 Stufen müssen bei diesem Rennen in
Hannover bewältigt werden. Der Sieger dieses im vergangenen Februar erstmals ausgetragenen Marathons brauchte elf Stunden und 38 Minuten. Für die 42,195 Kilometer musste er 194 Mal die 13 Etagen eines Hochhauses hinauf und wieder hinunter laufen.


Empire State Building Run-Up: Der
New Yorker Treppenlauf über 1576 Stufen wurde in diesem Jahr zum 38. Mal ausgetragen. Der Deutsche Christian Redl erreichte 2015 nach 10 Minuten und 16 Sekunden als Erster die Aussichtsplattform im 86. Stockwerk.


Zugspitzenlauf: Extreme Situationen bei diesem Rennen haben schon viele Freizeitsportler überfordert. Beim
Zugspitzlauf 2009 starben zwei Teilnehmer an Erschöpfung und Unterkühlung, weitere kamen ins Krankenhaus. Trotz schlechter Wettervorhersage waren Hobby-Athleten in kurzen Hosen und T-Shirts zum 16,1 Kilometer langen Lauf durch dichtes Schneetreiben auf den 2962 Meter hohen Berg gestartet.


Helgoland Marathon: Um an dem 0,9 Quadratkilometer kleinen Felsen auf die klassische Marathon-Distanz zu kommen, müssen die Läufer auf der Nordseeinsel
Helgoland fünf Runden bewältigen. Besonders gefürchtet: die lange Hafenmole aus hartem Beton, der Steilweg zwischen Unter- und Oberland sowie die Strecke an der 60 Meter hohen Felskante bei böigem Gegenwind.


Lakeland Mountain Marathon: Peitschender Wind, sintflutartiger Regen und Überschwemmungen gab es im Herbst 2008 beim Hügel-Lauf im englischen
Lake District. 2500 Sportler starteten trotz Warnungen von Meteorologen zu Strecken von 40 und 80 Kilometern. Etwa 750 durchnässte und unterkühlte Läufer suchten später Unterschlupf in Notquartieren, mehr als ein Dutzend kam ins Krankenhaus. Eine Frau wurde schwer verletzt, als sie in einen Fluss gespült wurde.