Düsseldorf - Gutes tun und gleichzeitig das eigene Vermögen vermehren. Was in der Theorie gut klingt, ist in der Praxis durchaus möglich. Denn viele Geldinstitute bieten nachhaltige Geldanlagen an. Allerdings müssen Anleger genau hinsehen.

Nachhaltige Geldanlagen sind gut für das Gewissen. Das Angebot an entsprechenden Finanzprodukten ist durchaus vielfältig: Laut einer Umfrage der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf bieten 68 Prozent der Kreditinstitute nachhaltige Geldanlagen an. Jedes dritte Institut will sein Angebot ausbauen. Befragt wurden rund 340 Banken und Sparkassen.

Allerdings ist das Angebot in den vergangenen drei Jahren zurückgegangen: 2011 hatten noch 93 Prozent der befragten Kreditinstitute entsprechende Angebote im Programm, 2012 waren es noch 72 Prozent. Ein Grund: Viele Kreditinstitute schätzen die Nachfrage der Kunden nach nachhaltigen Geldanlagen den Verbraucherschützern zufolge als gering ein.

Die meisten Kreditinstitute bieten nachhaltige Investmentfonds an. Diese Produkte sind für Anleger geeignet, die flexibel sparen möchten, einen langfristigen Anlagehorizont haben, an der Entwicklung internationaler Märkte teilhaben möchten aber auch Kursrisiken in Kauf nehmen können. Doch Vorsicht: Die Nachhaltigkeitskriterien der Fondsgesellschaften unterscheiden sich sehr stark. Anleger sollten daher genau hinsehen.

Eine Alternative für Verbraucher können nachhaltige Banken sein. Diese Institute berücksichtigen im Einlagen- und Kreditgeschäft eine Reihe von ethischen, sozialen und ökologischen Kriterien. Sie bieten dieselben Dienstleistungen an wie eine herkömmliche Bank oder Sparkasse. Dazu zählen etwa klassische Tagesgeld- oder Festgeld-Konten, bei denen das Ersparte unter dem Schutz des Einlagensicherungssystems steht.

Von direkten Beteiligungen raten die Verbraucherschützer eher ab. Eine Beteiligung an Wind-, Solarparks oder an nachhaltigen Immobilien klinge zwar verlockend, da sie hohe Renditen in Aussicht stellen. Doch eine solche Geldanlage berge hohe Risiken, die im schlimmsten Fall zum Verlust der gesamten Einlage führen kann. Zudem sei das Geld in der Regel über mehrere Jahre fest an das Projekt gebunden und ein vorzeitiger Ausstieg nur schwer möglich.