Mainz - Die Briefe erscheinen auf den ersten Blick seriös: Forderungen zwischen 100 und 300 Euro versuchen derzeit vermeintliche Rechtsanwälte oder Inkassobüros aus Gewinnspieldiensten einzutreiben. Doch die Absender existieren in der Regel nicht.

Auf den Trick mit dem angeblichen Gewinnspiel-Inkasso weist die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz in Mainz hin. Die in den Briefen genannten Straßennamen sind frei erfunden. Über die angegebenen Telefon- und Faxnummern ist niemand zu erreichen. Die Anwälte und Inkassounternehmen tauchen in den amtlichen Verzeichnissen nicht auf.

Die Verbraucherzentrale rät, solche Schreiben und angebliche Forderungen kritisch zu prüfen. Nur Rechnungen aus wirksam geschlossenen Verträgen müssten bezahlt werden. Betroffene können sich in den amtlichen Verzeichnissen im Internet darüber informieren, ob die Absender glaubwürdig sind. Alle in Deutschland zugelassenen Rechtsanwälte sind in der
Datenbank der Bundesrechtsanwaltskammer zu finden. Ebenfalls online werden im Auftrag des Bundes und der Länder
zugelassene Inkassounternehmen verzeichnet.