Potsdam - Das große Glück zu zweit suchen viele bei einer Partnerschaftsvermittlung. Allerdings gibt es auch unseriöse Anbieter, denen es nicht ums Glück, sondern nur ums Geld geht. Die Forderung nach sofortiger Barzahlung sollten einen skeptisch stimmen.

Wer über eine Partnervermittlung die große Liebe sucht, kann leicht in eine Falle tappen. Denn nicht immer handelt es sich bei den Anbietern um seriöse Agenturen. Ein Warnsignal kann sein, dass der Vermittler bei einem Beratungsgespräch auf Barzahlung vor Ort besteht oder einen Blanko-Überweisungsträger ausfüllen lässt. Die Verbraucherzentrale Brandenburg warnt davor. Wer sich davon hat überrumpelt lassen, sollte schnellstmöglich den Vertrag per Einwurf-Einschreiben widerrufen. Außerdem müsse der Betroffene das Einlösen der Belege untersagen und Strafanzeige erstatten, wenn dennoch widerrechtlich Beträge vom Konto abgebucht werden.

Anzeigen preisen oft die Eigenschaften des Inserierenden in den höchsten Tönen. Davon dürften sich Interessierte nicht täuschen lassen - vor allem, wenn es darum geht, dass man anrufen soll. Denn steht vor der Nummer das Kürzel PV oder AG, verbirgt sich hinter der Annonce eine Partneragentur, erläutert Sabine Fischer-Volk, Rechtsexpertin der Verbraucherzentrale Brandenburg.

Schwarze Schafe unter den Vermittlern wenden die üblichen Erpressertricks an. Sollten diese versuchen, jemandem einen neuen Vertrag aufzuschwatzen mit dem Argument, vermeintliche Schulden aus vorangegangenen Vermittlungsversuchen würden dann reduziert, sollte sich niemand darauf einlassen. Wer aus Angst unterschrieben habe, sollte am besten Strafanzeige bei der Polizei erstatten und zugleich den neuen Vertrag per Einwurfeinschreiben wegen arglistiger Täuschung anfechten.