Brüssel - Bezahlen mit der Kreditkarte soll möglichst einfach sein. Doch es kostet manchmal recht viel. Brüssel kämpft gegen Gebühren, die mit dem Zahlungsverkehr verbunden sind. Visa reagiert nun.

Der Kreditkartenanbieter Visa Europe senkt auf Druck der EU-Kommission seine Gebühren. Beim Einsatz von Kreditkarten gilt ab sofort für die Abwicklungsgebühren, die die Bank des Händlers zahlen muss, ein Limit von 0,3 Prozent des Zahlbetrags. Das entspreche einer Gebührensenkung um 40 bis 60 Prozent, teilte die EU-Kommission am Mittwoch (26. Februar) in Brüssel mit. Die Zusage von Visa sei nun für vier Jahre verpflichtend.

EU-Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia begrüßte die Vereinbarung und sagte: "Dies sind gute Nachrichten für Europas Verbraucher, weil die Händler die Gebühren auf deren Rechnungen aufschlagen."

Brüssel zwingt Kreditkartenanbieter wie Mastercard und Visa seit Jahren, die Gebühren für den Einsatz von EC-Karten und Kreditkarten zu senken, um Verbraucher und Händler zu entlasten. Dabei setzt die EU-Kommission bei den milliardenschweren Entgelten an, die die Bank des Händlers an die Bank des Kunden zahlen muss, wenn ein Verbraucher mit Karte bezahlt. Diese heißen Interbankenentgelte und machen nur einen Teil der Kosten aus. Sie fallen beim grenzüberschreitenden Einkauf, aber teilweise auch im Inland an.