Frankfurt/Main - Vertrauen spielt für viele Sparer eine große Rolle. Da können etablierte Banken am besten punkten. Bessere Konditionen bieten aber oft neue Banken. Und sicher sind sie meist auch.

Für ihr Erspartes bekommen Verbraucher derzeit meist wenig Zinsen. "Dennoch gibt es immer wieder vergleichsweise attraktive Angebote", hat Max Herbst von der unabhängigen FMH-Finanzberatung in Frankfurt beobachtet. "Häufig bieten aber eher unbekannte Institute ihren Kunden die besten Zinsen." Verbraucher sollten keine Scheu haben. "Über die europäische Einlagensicherung sind bei den meisten Instituten 100 000 Euro pro Kunde geschützt."

Für eine Festgeldanlage mit einer Laufzeit von 12 Monaten können Kunden derzeit (26. März 2014) laut FMH bis zu 1,70 Prozent Zinsen bekommen. Bei einer Laufzeit von 36 Monaten steigt der Zins sogar auf bis zu 2,15 Prozent. Unter den Spitzenanbietern finden sich allerdings wenig geläufige Namen. "Deutschland ist ein großer Markt", erklärt Zinsexperte Herbst. "Daher versuchen neue oder kleine Anbieter, Kunden mit attraktiven Konditionen zu locken."

Bei der Suche sollten Verbraucher aber überlegen, ob sich ein Kontowechsel wirklich auszahlt. "Rechnen Sie sich am besten aus, welchen Vorteil Ihnen der angebotene Zins tatsächlich bringt", empfiehlt Herbst. Ein Beispiel: Ein Sparer legt 10 000 Euro für 12 Monate fest an. Bei einem Zinssatz von 1 Prozent bekommt er am Ende der Laufzeit 100 Euro. Bei einem Zinssatz von 1,70 Prozent liegt der Ertrag bei 170 Euro.