Mainz - Millionen E-Mail-Adressen und Passwörter in den Händen von Kriminellen: Der jüngste Datenklau hat nicht nur Onlinenutzer aufgeschreckt. Er ruft auch weitere Betrüger auf den Plan, die jetzt zum Beispiel am Telefon versuchen, Verbraucher abzuzocken.

Der jüngste Fall von Datendiebstahl ruft auch Betrüger auf den Plan. So müssten Anwender sich vor unseriösen Anrufern in Acht nehmen, die ihnen teure Datenlösch-Angebote andrehen wollen, warnt die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Die Geschäftemacher nutzten die Verunsicherung vieler Internetnutzer nach dem jüngsten Diebstahl von Millionen von E-Mail-Adressen und Passwörtern. Es sei aber davon auszugehen, dass sie nicht in der Lage seien, die illegal gehandelten Daten zu löschen. Verbraucher sollten bei einem zweifelhaften Angebot deutlich "Nein" sagen und auflegen.

Die dubiosen Anbieter geben sich laut der Verbraucherzentrale am Telefon zum Beispiel als "Europäische Datenschutzbehörde", "Data Centre Europe" oder "Verbraucherschutzzentrale" aus. Sie versprächen, für mehrere hundert Euro die entwendeten Daten löschen zu können und damit auch mögliche
Werbeanrufe zu unterbinden.


Trifft trotz klarer Ablehnung am Telefon dann per Post eine unberechtigte Zahlungsaufforderung ein, widersprechen Verbraucher am besten schriftlich per Fax oder Brief. Ein Musterschreiben ist auf der Internetseite der Verbraucherzentrale zu finden. Auch sollten sie kein Geld überweisen, wenn sie keine Leistung in Anspruch genommen haben. Betrügerische Anrufe können außerdem bei der Polizei angezeigt werden