Frankfurt/Main - Riestern ist nur etwas für Menschen mit nicht zu hohem Gehalt? Falsch. Ein solcher Vertrag kann auch Gutverdienern etwas bringen - durch den Steuervorteil.

Ein Riester-Vertrag kann sich auch für Gutverdiener auszahlen. Darauf weist die Aktion "Finanzwissen für alle" der Fondsgesellschaften hin. Während Geringverdiener vor allem von den staatlichen Zulagen profitieren, gibt es bei höheren Einkommen einen Steuervorteil. Denn die geleisteten Einzahlungen können als Sonderausgaben vom zu versteuernden Einkommen abgezogen werden.

Wer mindestens vier Prozent seines Vorjahresbruttos (maximal 2100 Euro) in einen
Riester-Vertrag einzahlt, erhält vom Staat eine Zulage von 154 Euro. Weitere Zulagen gibt es für Kinder. Bei Gutverdienern schlägt die Zulage weniger stark zu Buche. Da die Einzahlungen aber auch als Sonderausgaben das steuerpflichtige Einkommen mindern können, wirkt sich bei höheren Einkommen die Steuerersparnis vorteilhafter aus. Welche Variante vorteilhafter ist, entscheidet das Finanzamt im Rahmen der Einkommensteuerveranlagung.


Zwei Beispiele: Ein Alleinstehender mit einem Vorjahresbruttoeinkommen von 16 000 Euro zahlt den Mindesteigenbeitrag von 486 Euro. Er hat keine zusätzliche Steuerersparnis, profitiert aber von der Zulage von 154 Euro. Ein Alleinstehender mit einem Einkommen von 60 000 Euro könnte hingegen einen zusätzlichen Steuervorteil von rund 625 Euro erreichen.