Rostock - Behinderte sollen künftig einfacher als bisher Produktinformationen erhalten können. Dafür setzen sich die Verbraucherminister der Länder ein. Ebenso fordern sie, dass Käfig-Eier gekennzeichnet werden.

Produkte sollen Informationen künftig speziell für Behinderte ausweisen. Dies gelte insbesondere für Produktwarnungen. Wie Mecklenburg-Vorpommerns Ressortchef Till Backhaus (SPD) am Rande der Konferenz der Verbraucherschutzminister in Rostock sagte, sollen solche Warnungen etwa für Schwerhörige in Gebärdensprache dargestellt werden.

Für Blinde, aber auch für Analphabeten könnten die Informationen in Form von Audiodateien weitergegeben werden. Bislang seien die Probleme von Menschen mit Behinderungen oder kognitiven Einschränkungen bei ganz normalen Alltagsinformationen allzu häufig vergessen worden, sagte Backhaus.

Die Vertreter der Länder haben sich auch für eine Kennzeichnung von Käfig-Eiern in Lebensmitteln ausgesprochen, wie die in Düsseldorf erscheinende "Rheinische Post" berichtet. Demnach sollen Verbraucher künftig auf Lebensmittelverpackungen erkennen können, ob die verarbeiteten Eier von Käfig-Hühnern stammen.