Leipzig - Wenn ein Trick so alt ist, dass er schon in Vergessenheit geraten ist, dann funktioniert er wie ein neuer. Diese schlechte Erfahrung machen offensichtlich wieder vermehrt Menschen, die auf Drückerkolonnen reinfallen.

Die Verbraucherzentrale Sachsen warnt vor unseriösen Vermittlern von Zeitschriften-Abonnements. "Es hat uns als Verbraucherzentrale regelrecht verblüfft, dass sattsam bekannte Maschen der Zeitschriftenverkäufer aus den Jahren 1990-1993 wieder aufgewärmt werden", sagte VZS-Geschäftsführer Joachim Betz in Leipzig.

In Haustürgeschäften würden Gutscheine angepriesen oder für angeblich wohltätige Zwecke Unterschriften gesammelt. Gerade bei Jugendlichen, die die Drückerkolonnen aus den 1990er-Jahren nicht kennen, seien die Abo-Verkäufer 2013 sehr erfolgreich gewesen. Allerdings habe kaum einer der auf dubiose Art zustande gekommenen Verträge rechtlich Bestand.