Berlin - Outperformance, Cashflow, Bottom Up - wenn es um Finanzberatung geht, sind häufig Fachbegriffe im Spiel. Doch die meisten Verbraucher verstehen die Begriffe nicht. Die Lösung: Informieren.

Asset- oder Anlageklasse: Jede Anlageform lässt sich einer Klasse zuordnen, die gleichartige Vermögensgegenstände umfasst, heißt es in dem Ratgeber-Buch "Banker verstehen" der Stiftung Warentest. Wichtige Anlageklassen sind Aktien, Anleihen, Rohstoffe, Immobilien und Bargeld. Die Aufteilung des Vermögens auf verschiedene Anlageklassen wird demnach auch als Asset Allocation bezeichnet.


Benchmark:Hier ist ein Vergleichsindex gemeint, an dem zum Beispiel Fondsmanager ihre Leistung messen. Als Benchmark wird oft ein Index wie zum Beispiel der Dax herangezogen. Die Fondsmanager vergleichen dann, ob sie mit ihrer Wertpapierauswahl in einem Vergleichszeitraum mehr Rendite als der Index erreicht haben.


Bottom-Up-Strategie:Dieser Begriff spielt bei aktiv gemanagten Fonds eine Rolle. Bei der Auswahl von unten nach oben wählt der Fondsmanager einzelne Titel aus, die er für aussichtsreich hält. Anschließend werden die Chancen in der entsprechenden Branche und im Gesamtmarkt bewertet. Gewichtungen nach Ländern, Regionen oder Branchen spielen kaum eine Rolle.


Emmittent: Ein Emmittent ist ein Herausgeber eines Wertpapieres. Das können im Fall von Staatsanleihen Staaten sein, aber auch Unternehmen, die Anleihen oder Genussscheine herausgeben. Auch Banken können Emittenten sein. Das Emmittentenrisiko beschreibt die Gefahr, dass der Herausgeber eines Wertpapiers in Zahlungsschwierigkeiten gerät und das Geld möglicherweise nicht mehr zurückzahlen kann.


Top-Down:Die Gegenstrategie zur Bottom-up-Strategie betrachtet der Fondsmanager zunächst die allgemeine wirtschaftliche Lage einer Region oder einer Branche. Erst im zweiten Schritt sucht er dann innerhalb dieser Märkte nach ertragreichen Papieren.


Volatilität:Dieser Begriff beschreibt, wie stark ein Index oder ein Wertpapier von seinem Mittelwert abweicht. Je größer die Abweichung, desto größer ist die Schwankungsbreite also die Volatilität. Damit ist dieser Begriff für die Risikobeschreibung wichtig: Je größer die Volatilität, desto größer sind auch mögliche Kursschwankungen.


Literatur:


Markus Neumann: "Banker verstehen - 200 Finanzprodukte verständlich erklärt und bewertet", Stiftung Warentest 2014, 191 Seiten, 18,90 Euro, ISBN-13: 978-3-86851-356-1