Berlin - Mit der Fußball-WM in Brasilien wollen viele ein Geschäft machen: Spezielle Angebote gibt es auch für Finanzprodukte. Ein Test ergab jedoch, dass Zinsanlagen, Sparpläne und Co. sich für Kunden oft nicht rentieren.

Geldinstitute versuchen derzeit mit speziellen Angeboten zur Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien Kunden zu gewinnen. Häufig handelt es sich um Einmalanlagen mit festem Zins, hat die Stiftung Warentest in Berlin beobachtet. Die Laufzeiten reichen von neun Monaten bis zu fünf Jahren. Zusätzlich zu einer festen Grundverzinsung gibt es je nach Angebot unterschiedlich hohe Boni, die vom Abschneiden der deutschen Nationalelf abhängen. Das Problem: Scheidet die deutsche Nationalmannschaft frühzeitig aus, ist die Verzinsung häufig schlecht.

Insgesamt 25 Festzinsanlagen, Sparpläne und Kombiprodukte prüften die Experten der Zeitschrift "Finanztest". Das Ergebnis fällt des Testern zufolge ernüchternd aus. Für einen Spitzenplatz unter den Zinsangeboten würde sich nur eine Handvoll der Angebote qualifizieren - und selbst das nur für den Fall, dass Deutschland bei der Weltmeisterschaft weit kommt. Ein Angebot brächte Sparern zwar bei einem Sieg der deutschen Elf einen Zins von 2,5 Prozent für zwei Jahre. Leider ist das Angebot aber nur regional erhältlich.